Neustädter Friedhof

Friedhof Neustadt in Magdeburg

Bestatter in Magdeburg: Bestattungs-AgenturInformationen und Wissenswertes für Besucher und Hinterbliebene. Zusammengestellt von Bestatterin Mandy Köppe aus Magdeburg.

Informationen für Besucher

Der Friedhof Neustadt liegt im Magdeburger Stadtteil Neue Neustadt an der Lübecker Straße 9, 39124 Magdeburg. Er gehört nicht zu den kommunalen Friedhöfen der Landeshauptstadt, sondern wird vom Evangelischen Friedhofszweckverband Magdeburg verwaltet. Ansprechpartner sind die dortigen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der kirchlichen Friedhofsverwaltung.

Die Friedhofskapelle auf dem Neustädter Friedhof wurde um 1892/1893 nach Plänen von Otto Peters im neogotischen Stil errichtet und steht als Teil des Denkmalbereichs unter Schutz. 

Träger des Friedhofs ist der Evangelische Friedhofszweckverband Magdeburg. Die Verwaltung umfasst Ansprechpartner für alle Fragen zu Grabstellen, Nutzungsrechten, Terminen und formalen Angelegenheiten. Die Geschäftsstelle befindet sich ebenfalls an der Lübecker Straße. 

Öffnungszeiten des Friedhofs
Der Friedhof ist täglich geöffnet. Die regelmäßigen Besuchszeiten richten sich nach der Jahreszeit:

  • April bis Oktober: täglich 07:00 – 20:00 Uhr
  • November bis März: täglich 07:00 – 18:00 Uhr

Die Sprechzeiten der kirchlichen Verwaltung sind:

  • Montag: 09:00 – 12:00 Uhr
  • Dienstag: 09:00 – 12:00 Uhr und 14:00 – 18:00 Uhr
  • Mittwoch: 09:00 – 12:00 Uhr
  • Donnerstag: 09:00 – 12:00 Uhr und 14:00 – 18:00 Uhr
  • Freitag: 09:00 – 12:00 Uhr 

Lage & Orientierung – Friedhof Neustadt Magdeburg
Adresse: Lübecker Straße 9, 39124 Magdeburg – im Wohngebiet der Neuen Neustadt. 
Der Zugang erfolgt direkt von der Lübecker Straße.
Die Wege sind für Fußgänger und Radfahrer gut begehbar. Die Wegelängen innerhalb des Friedhofs sind moderat, da es sich um eine überschaubare Anlage handelt.

Anfahrt & Parken
Mit dem Auto ist der Friedhof über die Lübecker Straße erreichbar.
Parkmöglichkeiten bestehen überwiegend im öffentlichen Straßenraum.
ÖPNV-Haltestellen befinden sich im Umfeld der Lübecker Straße, je nach Linie und Richtung.
Die Wege sind überwiegend barrierearm; für Personen mit Mobilitätseinschränkungen sind die zentralen Bereiche gut begehbar. 

Mitten im Leben sind wir vom Tod umfangen.“

Grabarten auf dem Neustädter Friedhof

UGA

Unrnengemeinschafts-Anlage vorhanden

UGG

Unrnengemeinschafts-Anlage mit Namens-Kennzeichnung vorhanden

Naturgrab

Naturgrabfeld vorhanden

GAW

Gemeinschafts-Aschenwahlgrab vorhanden

Kolumbarium

Stele mit Urnenfach vorhanden

Urnenreihengrab

Grabstelle für eine Urne vorhanden

Erdröhre

Modernes Urnensystem nicht vorhanden

Erdgrab

Grabstelle für Sarg vorhanden

Friedhof Neustadt Magdeburg

Alle wichtigen Informationen zu Beisetzung und Bestattungskosten

Vertrauter Ort in der Neuen Neustadt

Der Friedhof Neustadt Magdeburg liegt etwas zurückgezogen an der Lübecker Straße. Wer das Gelände betritt, merkt schnell, wie sich der Klang der Stadt verändert. Der Verkehr der Neustadt bleibt draußen, zwischen Bäumen, Grabfeldern und schmalen Wegen stellt sich Ruhe ein. Der Friedhof wirkt nicht monumental, sondern überschaubar und nah am Stadtteil. Für viele Menschen aus der Neuen Neustadt ist er ein vertrauter Ort.

Anders als West- oder Südfriedhof gehört der Neustädter Friedhof nicht zur Stadt Magdeburg. Er wird kirchlich getragen und vom Evangelischen Friedhofszweckverband Magdeburg verwaltet. Diese Trägerschaft prägt den Charakter der Anlage. Der Friedhof wirkt weniger repräsentativ, dafür persönlicher. Er ist kein Durchgangsort, sondern ein Platz, der vor allem für die Menschen im Viertel Bedeutung hat.

Entstanden ist der Friedhof im späten 19. Jahrhundert, als die Neustadt stark wuchs und eigene Bestattungsflächen benötigte. Die Anlage wurde bewusst kompakt angelegt. Wege sind kurz, Grabfelder liegen dicht beieinander. Gerade das empfinden viele Besucher als angenehm. Wer hier trauert oder regelmäßig ein Grab besucht, findet sich schnell zurecht.

Im Zentrum des Friedhofs steht die Kapelle, ein neogotischer Ziegelbau aus den Jahren 1892 und 1893, entworfen vom damaligen Stadtbaurat Otto Peters. Die Kapelle steht unter Denkmalschutz und ist bis heute der räumliche Mittelpunkt des Friedhofs. Viele Trauerfeiern finden hier statt, zurückhaltend und ohne große Inszenierung. Der Bau hat den Zweiten Weltkrieg beschädigt überstanden und gehört heute zu den stillen architektonischen Zeugnissen der Neustadt.

Der Friedhof ist zugleich ein Ort des kollektiven Gedenkens. Auf dem Gelände befinden sich Kriegsgräber aus dem Zweiten Weltkrieg, darunter Grabfelder für Bombenopfer des Jahres 1945. Eine Gedenktafel erinnert an die Zerstörung Magdeburgs und an die Menschen, die dabei ihr Leben verloren. Diese Bereiche werden bis heute gepflegt und an Gedenktagen besucht.

Wie viele Friedhöfe zeigt auch der Neustädter Friedhof den Wandel der Bestattungskultur. Ältere Erdgräber stehen neben Urnengräbern, traditionelle Grabformen neben schlichteren Anlagen. Der Wandel vollzieht sich leise. Es gibt keine Brüche, sondern Ergänzungen. Pflegeleichtere Grabformen haben in den vergangenen Jahren an Bedeutung gewonnen, ohne dass der historische Charakter der Anlage verloren gegangen ist.

Der Friedhof Neustadt ist kein Ort für große Gesten. Er ist ein Ort für den Alltag der Erinnerung. Viele kommen regelmäßig, andere nur einmal im Leben. Manche gehen hier ein paar Schritte, andere bleiben stehen. Der Friedhof ist Teil des Stadtteils geblieben. Still, unaufgeregt und genau darin beständig.

Ein Engel kehrt zurück

Im Frühjahr 2025 kehrte ein lange vermisstes Stück Friedhofsgeschichte an den Friedhof Neustadt Magdeburg zurück: Die tonnenschwere Bronze-Engelsskulptur, die 2012 hier gestohlen wurde, steht seit April wieder auf dem Gelände. Die Figur ist kein originales Objekt mehr, sondern eine Nachbildung, die auf Initiative eines Grabstättenauftraggebers und mit Unterstützung der Stadt enthüllt wurde. Die offizielle Feier zur Rückkehr des Engels wurde von Oberbürgermeisterin Simone Borris begleitet und fand unter Beteiligung von Angehörigen und Gemeindemitgliedern statt – ein Moment, der dem Friedhof eine lange vermisste visuelle Erinnerung zurückgab.

Die Rückkehr dieser Figur hat die Debatte darüber neu entfacht, wie sich historische Erinnerungsstücke an einem solchen Ort verorten lassen. Der Engel galt lange als symbolisches Element der Gemeinschaftsanlage im hinteren Bereich des Friedhofs, in dem Urnenbestattungen ohne Einzelgrabstein ausgeführt werden. Diese sog. „grüne Wiese“ ist nicht ganz neu im Friedhofsgeschehen, wird aber häufig als Ausdruck einer sich verändernden Bestattungskultur wahrgenommen – mit dem Engel als sichtbarem Bezugspunkt.

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Unsere Beratungen sowie das Trauergespräch sind für Sie immer kostenfrei.

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