Der Ostfriedhof Magdeburg befindet sich im Stadtteil Cracau auf der ostelbischen Seite der Stadt. Der Ostfriedhof ist ein städtischer Friedhof.
1880 leiteten der Cracauer Ortsvorsteher Brandt sowie die Schöffen Riecke und Goetze Verhandlungen zur Anlage eines neuen Friedhofs auf dem Mühlenfeld bei Cracau. Ursprünglich war ein Standort auf den Pfarräckern auf dem Krock geplant, doch ein sanitäres Gutachten bewies dessen Untauglichkeit. Bis 1661 fanden Beerdigungen auf dem Petersilienberg statt, danach auf dem Kirchhof neben der Sankt-Briccius-Kirche. Durch einen Tausch mit dem Kossaten Lüttgemann wurde das heutige Friedhofsgelände erworben, und der Friedhof wurde 1882 eingeweiht.
Es kam zu einem Streit um erbliche Familiengrabstellen auf dem alten Kirchhof. Superintendent Gustav Adolf Pfeiffer vertrat die Ansicht, dass die Inhaber dieser Grabstätten Anspruch auf einen Platz auf dem neuen Friedhof hätten. 1892 entbrannte ein Rechtsstreit mit dem Schuhmachermeister Herbst, der seinen Vater im Familienerbbegräbnis auf dem Kirchhof beisetzen wollte. Die Gemeinde betrachtete den Kirchhof jedoch als geschlossen. Herbst setzte sich durch, und die Leiche seines Vaters wurde auf Kosten der Gemeinde für 85,50 Mark vom neuen Friedhof auf den Kirchhof umgesetzt.
1908 wurde die Friedhofskapelle des Ostfriedhofs Magdeburg durch eine Stiftung des Maurermeisters Hermann Wilke errichtet